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Knochentumoren

 

17

 

Fall 17 - Diagnose

 

Histologie

Histologisch sieht man einen Nidus aus anastomosierenden Faserknochenbälkchen sowie gut ausgebildeten Osteoblasten. Keine stärkeren Dyskaryosen. Keine vermehrten Mitosen. Im Bereich des angrenzenden Knochens wird eine ausgeprägte Sklerose deutlich.

 

 

Diagnose: OSTEOID-OSTEOM

 

 

Differentialdiagnose

 

1.     Osteoblastom

2.     Sklerosierende Osteomyelitis (selten)

 

Grundsätzlich sind andere osteogene Tumoren, wie insbesondere das Osteoblastom und das Osteosarkom zu berücksichtigen. Die sklerosierende Osteomyeliis ist sehr selten und kommt meist im Kiefer vor Wegen der typischen Nidusstruktur und der begrenzten Größe treten jedoch nur in seltenen Fällen diagnostische Probleme auf.

 

 

Das Wichtigste zum Osteoid-Osteom

 

Das Osteoid-Osteom ist ein benigner osteoblastischer Tumor mit einer Größe von nicht mehr als 1 cm und einer ausgeprägten reaktiven Hyperostose. Es wird überwiegend in den ersten drei Lebensdekaden beobachtet, bevorzugt beim männlichen Geschlecht. Prädilektionsorte sind der Femur und die Tibia, aber auch der Humerus, die Hand- und Fußwurzelknochen.

 

Röntgenmorphologisch findet man eine spindelförmige Sklerose mit einer kleinen, zentralen Aufhellung, dem sogenannten Nidus. Dem entspricht der makroskopische Befund mit einem zentralen, spongiösen bräunlichen Herd und einer umgebenden Sklerose des Knochens. Histologisch sieht man im Bereich des Nidus ein Geflecht von unreifen, miteinander anastomosierenden Faserknochenbälkchen. Angrenzend finden sich plumpe Osteoblasten und spindelige mesenchymale Zellen, die keine stärkeren Dyskaryosen erkennen lassen. Das bindegewebige Stroma ist durch ektatische Kapillaren reichlich vaskularisiert.

 

Klinisch ist der Tumor durch heftige Schmerzen charakterisiert. Diese treten insbesondere nachts auf und sprechen gut auf Salicylate an. Die Schmerzsymptomatik bessert sich erst, wenn der Nidus vollständig entfernt ist. Die Therapie besteht in einer vollständigen chirurgischen Entfernung des Nidus, die meist am besten durch eine en-bloc-Resektion erreicht wird. Bei unvollständiger Entfernung kann es zu Rezidiven mit erneuter Schmerzsymptomatik kommen. Bei adäquater chirurgischer Therapie sind keine Komplikationen zu erwarten.



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