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Knochentumoren

 

14

 

Fall 14 - Diagnose

 

Histologie

Man sieht spindelige mononukleäre Zellen in wirbeliger Anordnung. Die Kerne zeigen keine stärkeren Dyskaryosen. Ganz vereinzelt nur Mitosen. Dazwischen liegen regelmäßig verstreut histiozytäre Riesenzellen. Diese haben deutlich weniger Zellkerne als jene im Riesenzelltumor.

 

 

Diagnose: nicht ossfizierendes Knochenfibrom

 

 

Differentialdiagnose

  1. Riesenzelltumor

  2. aneurysmatische Knochenzyste

  3. brauner Tumor bei Hyperparathyreoidismus

  4. benignes fibröses Histiozytom

 

Differentialdiagnostisch müssen damit die anderen fibrohistiozytären Tumoren und Läsionen abgegrenzt werden. Das Röntgenbild ist allerdings außerordentlich charakteristisch.

 

 

Das Wichtigste zum nicht ossfizierenden Knochenfibrom

 

Es handelt sich um eine gutartige Knochenläsion, die  charakterisiert ist durch fibröses Gewebe mit wirbeliger Anordnung der Kollagenfasern, mehrkernigen Riesenzellen und Eisenpigment enthaltenden Histiozyten. Es ist die häufigste gutartige Knochenläsion bei Jugendlichen, mit einem Vorkommen weitaus überwiegend in der 1. und 2. Lebensdekade. Die Lokalisation ist bevorzugt im distalen Femur und in der proximalen Tibia sowie in anderen langen Röhrenknochen.

 

Röntgenmorphologisch ist das Bild charakteristisch, praktisch pathognomonisch. Die Läsion  imponiert als Osteolyse in der Metaphyse der langen Röhrenknochen in exzentrischer Lokalisation. Histologisch findet man Fibroblasten ohne stärkere Dyskaryosen. Dazwischen liegen Histiozyten, die Eisenpigment gespeichert haben sowie histiozytäre Riesenzellen. Diese lassen ebenfalls keine Dyskaryosen erkennen. Mitosen werden kaum beobachtet.

Klinisch sind die meisten nicht ossifizierenden Knochenfibrome symptomlos. Eine Behandlung ist nicht erforderlich. Sie zeigen meist eine spontane Regression. Der Tumor ist mit praktisch hundert­prozentiger Sicherheit am Röntgenbild zu diagnostizieren, so daß eine PE kontraindiziert ist, wenn ein charakteristischer Röntgenbefund vorliegt.

 


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