Virtuelle Pathologie Magdeburg
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Knochentumoren

 

21

 

Fall 21 - Diagnose

 

Histologie

Histologisch sieht man in der Übersicht ausgedehnte Formationen eines knorpelig differenzierten Gewebes. Dieses ist in der Peripherie zelldichter als zentral. Es wird von fibrösem Bindegewebe umgeben. In den zelldichten peripheren Bereichen findet man erheblich vermehrt Mitosen. Zentral ist die knorpelige Differenzierung deutlich ausgereifter. Hier sieht man auch Übergänge in eine osteoblastische Differenzierung mit Ausbildung von Osteoid. Insgesamt steht aber die chondroblastische Komponente im Vordergrund.

 

 

Diagnose: periosteales Osteosarkom

 

 

Differentialdiagnose

  1. hoch malignes chondroblastisches Osteosarkom

  2. parossales Osteosarkom

  3. periosteales Chondrosarkom

Das hoch maligne chondroblastische Osteosarkom ist medullär lokalisiert. Das parossale Osteosarkom besteht fast auschliesslich aus hoch differenziertem Knochen. Das periosteale Chondrosarkom weist keine osteoblastische Differenzierung auf.

 

 

Das Wichtigste zum periostealen Osteosarkom

 

Es handelt sich ebenfalls um ein Osteosarkom der Knochenoberfläche mit meist diaphysärer

Lokalisation und niedrigem bis mittleren Malignitätsgrad. Die Tumoren treten bevorzugt in der zweiten Lebensdekade auf und sind an der Tibia- und Femurdiaphyse bevorzugt lokalisiert.

 

Röntgenmorphologisch findet sich eine ausgedehnte Verschattung an der Knochenoberfläche, in der oftmals typische radiär gestellte Knochenstrukturen abzugrenzen sind. Histologisch handelt es sich um einen überwiegend chondroid differenzierten Tumor. Daneben finden sich jedoch auch osteoblastische Areale. Die Zellen zeigen deutliche Dyskaryosen, die jedoch deutlich geringer sind als beim hoch malignen Osteosarkom. Meist liegt ein niedriger bis mittlerer Differenzierungsgrad vor.

Die adäquate Therapie besteht in einer Resektion. Die Frage nach neoadjuvanter Chemotherapie wird kontrovers diskutiert.

Ein besonders seltener Tumor ist das hoch maligne Oberflächenosteosarkom.

Histologisch entspricht es dem hoch malignen medullären Osteosarkom. Auch die Prognose und die Therapie sind entsprechend.



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